Bernd Lemberg

Expertise

Langjährige Erfahrung im Umgang mit historischen Objekten, Sammlerstücken und Materialien. Fundierte Einordnung, sorgfältige Beschreibung und ein geschulter Blick für Herkunft, Zustand und Kontext.

Handwerk

Sorgfältiger Umgang mit Objekt, Material und Darstellung. Fotografie, Aufbereitung und Präsentation folgen klaren Abläufen und einem Anspruch an Präzision und Stimmigkeit.

Sammlung

Aufbau, Pflege und fortlaufende Katalogisierung historischer Objekte. Strukturiert erfasst, dokumentiert und archiviert - mit Blick auf Bestand, Zusammenhang und Nachvollziehbarkeit.

Glossar – Historisches Spielzeug & Sammlerbegriffe (A–Z)

Begriffe aus Sammlersicht: Materialien, Herstellerkontexte, Epochen, Maßstäbe, Dioramenpraxis und Zustandsbilder.

# / 0–9

7,5 cm (Figurenhöhe)
Gängige Größenangabe; Messpunkt (Scheitel vs. Helm/Hut) entscheidet über Vergleichbarkeit.

A

Altersspuren
Abrieb, matte Stellen, Abplatzer, feine Risse: Nutzungsgeschichte, die transparent benannt werden sollte.

B

Besatzungszeit
Nach 1945: Übergänge, Materialknappheit, Mischformen; Einordnung oft über Merkmale statt exakte Jahreszahl.

C

Celluloid
Leichtes, frühes Kunststoffmaterial; empfindlich gegenüber Hitze/Bruch – Zustand genau prüfen.

D

Diorama
Szenische Anordnung aus Figuren, Zubehör, Architektur und Gelände – Maßstab/Stimmigkeit sind zentral.

E

Elastolin
Markenkontext (u. a. Hausser) für Figuren/Zubehör; Zuordnung über Serienlogik, Sockel, Bemalung.

F

Federwerk
Mechanischer Antrieb (Blechspielzeug); Funktion/Zustand und Originalschlüssel sind sammlerrelevant.

G

Guss (Metall)
Metallguss-Fertigung; oft mit Kantenabrieb – Bruchstellen/Haarrisse prüfen.

H

Hausser
Herstellerkontext im Figurenbereich; Einordnung über Serien, Formen, Sockelvarianten.

I

Imitat
Nachahmung/Anlehnung; wichtig: klare Benennung und Abgrenzung zu Original/zeitgenössisch.

J

Jahrgang / Datierung
Bei Spielzeug oft nur näherungsweise; Merkmale + Vergleichsstücke sind verlässlicher als „exakt 19xx“.

K

Katalogbezug
Abgleich mit zeitgenössischen Katalogen/Listen; stärkt Zuordnung, Serie und Variantenkenntnis.

L

Lineol
Historischer Hersteller-/Markenkontext; Zuordnung über Sockel, Formen, Bemalung, Serienzusammenhang.

M

Massefigur
Figur aus formbarer Masse; typische Risse/Abplatzer/Abrieb – Transparenz in Text und Bildern ist entscheidend.

N

Nachkrieg
Neue Materialien/Serien, teils Reparatur- und Übergangsproduktion – Einordnung über Machart und Kontext.

O

Originalfarbe
Historische Bemalung; Retuschen/Übermalungen sollten klar getrennt beschrieben werden.

P

Patina
Alterungsbild der Oberfläche; nicht automatisch Schaden – Retusche/Übermalung ist separat zu nennen.

Q

Qualitätsstufe (sammlerisch)
Praktische Einordnung (z. B. „gut erhalten“, „bespielt“, „restauriert“) – immer begründet, nicht nur etikettiert.

R

Retusche
Nachträgliche Ausbesserung; seriös: benennen, zeigen, einordnen.

S

Spur 0
Historisch starke Modellbahnspur; Kompatibilität und Proportion im Diorama sind kaufentscheidend.

T

Zeittypisch
Gestaltungs- und Materiallogik einer Epoche; wichtig für stimmige Sets und Einordnung.

U

Übermalung
Flächige Neufassung; muss klar benannt werden, da sie Originalität/Anmutung verändert.

V

Vorkrieg
Vor 1939/45: andere Materialkultur, Fertigungsmerkmale, Serienlogiken – oft klarer im Stil, aber selten „perfekt“.

W

Wehrmacht / Militärfiguren
Historischer Kontext + rechtliche/ethische Sensibilität: Beschreibung sachlich, ohne Verherrlichung; Zustand/Serie im Fokus.

X

Xylophon (Beispiel)
Klangspielzeug; Zustand von Holz/Metallzungen und Vollständigkeit der Teile prüfen.

Y

Ypsilon-Formen (Beispiel)
Seltene Buchstaben – wir füllen Y meist mit konkreten Objektgattungen oder Herstellernamen, sobald im Bestand vorhanden.

Z

Zubehör
Ergänzungen (Bäume, Zäune, Gebäude, Beiwerk) – oft entscheidend für „stimmige Sets“.